SPD-Änderungsantrag: Erhalt des ehemaligen Gockl-Gebäudes und Umbau in Büroflächen und Kantinenbetrieb zur Nutzung durch die Gemeinde

Erhalt des ehemaligen Gockl-Gebäudes und Umbau in Büroflächen und Kantinenbetrieb zur Nutzung durch die Gemeinde.

Der Gemeinderat möge beschließen:

Das ehemalige Gockl-Gebäude bleibt erhalten und wird saniert. Im Erdgeschoss bleiben die Räumlichkeiten als Gastronomiebereich (Saal mit Kücheneinheit) erhalten und können beispielsweise durch die Metzgerei als Kantinenbetrieb für die Mitarbeiter der Gemeinde genutzt werden. Die oberen Stockwerke sollen zu Büro- und kleineren Besprechungsräumen bzw. Fraktionsräume für die Gemeindeverwaltung umgebaut werden. Das Dachgeschoss soll als Seminar/- Besprechungsraum ausbaut werden.

Ebenso wäre anzudenken, die Räumlichkeiten im Erdgeschoß den Vereinen und Bürgern für Festlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Im Untergeschoss sind die Sanitärräume nach den Anforderungen zu planen und auszubauen. Darüber hinaus können dort Lagerräume entstehen. Im Erdgeschoß soll eine Behindertentoilette vorgesehen werden.

Nach Möglichkeit sollte der Umbau der Geschosse und Räume auch behinderten-freundlich erfolgen (Inklusion).

Begründung:

Das ehemalige Gockl-Gebäude prägt das Ortsbild von Unterföhring. Das Gebäude soll in seiner Größe und Optik weitgehend erhalten bleiben. Durch die Nähe zu den gemeindlichen Infrastruktureinrichtungen (Bürgerhaus, Pfarrvilla, Rathaus und Schule) dient es ideal als Ergänzung zum Gemeindeleben. Der Platz um das Kriegerdenkmal kann entsprechend optisch ansprechend weiter ausgestaltet werden.

Der Erhalt des Gebäudes mit der Umnutzung schafft über die nächsten Jahre den Raum und die Zeit, um sich über ein Gesamtkonzept des kompletten Kreuzungsbereiches Münchner Straße/Bahnhofstraße/Kanalstraße/Kirchenweg Gedanken zu machen.

Dieser städtebaulich äußerst wichtige Ortsbereich sollte vor Abriss des bestehenden Gockl-Gebäudes in seiner Gesamtheit untersucht werden. Ein Abriss zum jetzigen Zeitpunkt und ein Neubau an gleicher Stelle würde ein urbanes Gesamtkonzept erschweren.

Mit einer wachsenden Gemeindeverwaltung und den Mehraufgaben steigt die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im bestehenden Rathausgebäude ist das Raumangebot erschöpft. Deshalb werden dringend Büroflächen gesucht, um bis zum Neubau des Rathauses die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in angemessen Räumlichkeiten zu beschäftigen. Mit dem Umbau in Büroflächen könnten auch die Fraktionen aus dem Rathaus ausgelagert werden, und somit schnell Platz geschaffen werden.

Da aufgrund der baurechtlichen Gegebenheiten eine öffentliche Gaststätte nicht betrieben werden kann, durch den Abriss der Gemeindehalle aber eine Fläche für Veranstaltungen fehlt, liegt es bei einem Erhalt des Gebäudes nahe, diesen Bereich eventuell auch so zu gestalten, dass Mitarbeiter diesen als Kantine nutzen, zumal in den oberen Geschossen die Verwaltung ausgelagert werden soll und am Abend Vereine und Bürger die Räumlichkeiten als Veranstaltungsflächen nutzen könnten.

Für die temporären und unregelmäßigen Veranstaltungen am Wochenende sowie Abende werden die 8 bestehenden Parkplätze am Gebäude ausreichen. Auch ist zu überlegen, ob die Räumlichkeiten am Wochenende der Jugend von Unterföhring zugänglich gemacht werden können (bspw. den Jugendabteilungen der Vereine, Burschenverein etc.).

Für die Nutzung durch Gemeinde und Parteien stehen außerdem auch die Parkplätze am Rathausparkplatz und in der Tiefgarage des Rathauses zur Verfügung (Antizyklus). Für die Nutzung durch Unterföhringer Vereine steht auch die Bürgerhausgarage zur Verfügung.

Für die SPD-Fraktion
Jutta Schödl
Fraktionsvorsitzende