Ein Symbol für Demokratie – die Fahne der SPD Unterföhring

FahnenabordnungDieses Jahr nahm die SPD Unterföhring mit einer eigenen Fahnenabordnung am Volkstrauertag teil. Seit Jahren wird die Fahne des Ortsvereins nur zu besonderen Anlässen getragen, so zum Beispiel 2010 als der SPD Ortsverein seinen 100. Geburtstag feierte. Die Historie der Fahne ist nicht nur für die SPD Unterföhring von großer Bedeutung, sondern sie ist ein Symbol des Einsatzes für die Demokratie, die im Dritten Reich auch in Unterföhring durch Nationalsozialisten außer Kraft gesetzt wurde.

Am 10. März 1933 fand eine Hausdurchsuchung beim damaligen Vorsitzenden der SPD Unterföhring – Andreas Fischbacher – statt. Die Nationalsozialisten wollten unter allen Umständen die Fahne der SPD zerstören. Einige Tage zuvor wurde diese allerdings zu einem SPD-Mitglied nach Oberföhring gebracht und dort in einem Kamin eingemauert. Dies rettet sie vor der Vernichtung. Die SPD Unterföhring hat eine lange Tradition, am 13. Juni 1909 gründeten die ersten Männer in der Gandlischen Gartenwirtschaft (ehemaliger Gasthof „Zum Gockl“ an der Münchner Straße, am jetzigen Standort des Kriegerdenkmals) die Sektion Bogenhausen-Ismaning-Unterföhring der SPD. Bereits ein Jahr später – 1910 – gab es in Unterföhring so viele Mitglieder, dass man einen eigenen Ortsverein gründen konnte. Im Jahr 1927 erhielt der Ortsverein seine Fahne. Auf dem schwarz-rot-goldenen Banner ist ein schwarzer Adler mit dem Leitspruch „Keine Gewalt der Willkür – Alle Gewalt dem Recht – Alles Recht dem Volke“ abgebildet. Die Fahne ist ein Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt in Unterföhring.
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